Antifeminismus als Bindeglied der neuen Rechten

Antifeminismus als Bindeglied der neuen Rechten

Die politische Rechte findet sich in gesamt Europa auf dem Vormarsch. Dabei sind die politischen Schwerpunkte rechter Parteien und Gruppierungen alles andere als homogen. Mitunter widersprechen sie sich sogar in ihren Positionen. Dennoch eint die politische Rechte eine gemeinsame Saga: Die Erzählung vom „starken Mann“. Und wie so viele Sagen der Rechten kommt auch diese nicht ohne eine Untergangsprophezeihung aus. Denn „der Mann“ werde bedroht: Von einer „Verschwulung“ durch die LSBTIQ*-Community, von einer „Entmännlichung“ durch die Gender Studies und letztlich von der „Entmannung“ durch Feminist*innen und den Feminismus.

Als Gegenreaktion auf dieses Narrativ hat sich die politische Rechte über sämtlliche Landesgrenzen hinweg dem Antifeminismus verschrieben. Ob Front National in Frankreich, Fidesz in Ungarn, PiS in Polen, der FPÖ in Österreich und der AfD in Deutschland. Aber auch Bündnisse, die nicht als Partei organisiert sind, wie PeGiDa, der „Marsch für das Leben“, die „Demo für Alle“, sowie die Martensteins und Mattuseks dieses Landes. Sie alle können sich auf diesen gemeinsamen Nenner einigen: Feminist*innen, Queers und Frauen* seien Schuld am Niedergang des alten Mannes und gehörten entsprechend kleingehalten und bekämpft.

Andreas Kemper ist Soziologe und Publizist aus Münster, er beschäftigt sich seit Jahren mit Antifeminismus im deutschprachigen Raum und ist Experte auf dem Gebiet der antifeministischen Männerrechtsbewegung und des sogenannten Maskulismus. In diesem Vortrag wird er beschreiben, wieso es gerade der Antifeminismus ist, der die diversen rechten Gruppen eint. Welche Kontinuitäten sind ablesbar und welche Konsequenzen können daraus gezogen werden?

Die Veranstaltung findet am 12. September um 19:00 Uhr in der Zeche Carl statt. Der Eintritt ist frei.

Der Einfachheit halber findet sich hier die passende Facebook-Veranstaltung.


Diese Veranstaltung wird durch unsere Partner*innen unterstützt:

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