Gewalttätiger Übergriff von „Steeler Jungs“

Gewalttätiger Übergriff von „Steeler Jungs“

Am vergangen Donnerstag, den 15.08., haben Mitglieder der „Steeler Jungs“ vor der „Sportsbar 300“, ihrem Szene-Treff, eine Gruppe Jugendlicher angesprochen. Nichts böses ahnend, haben sich die Jugendlichen auf eine Diskussion eingelassen. Nur wenige Minuten später werden die Jugendlichen bedrängt, drangsaliert und körperlich attackiert.

Einladung ins „300“

Die zwei Jugendlichen waren gemeinsam gegen 0:20 Uhr unterwegs in Essen-Steele, wollten noch ein Bier trinken und dann nach Hause. Ihre Stammkneipe hatte bereits geschlossen, weswegen die beiden am ihnen bislang nicht näher bekannten „300“ vorbeikamen. Von der Besitzerin wurden sie in die Sportsbar eingeladen und nach Aussagen der Betroffenen bereits dort beäugt. Als die beiden nach dem Zahlen der Rechnung zum Rauchen vor die Tür gingen, verfolgten sie einige „Steeler Jungs“, erkennbar durch ihre markanten T-Shirts, und begannen draußen eine Diskussion.

Die Männer wechselten schnell ins politische und wurden dabei immer aggressiver. Sie verlangten von den beiden Jugendlichen provozierend: „Gebt uns eine Parole!“. Außerdem behaupteten sie sie sähen „links“ aus und begannen daraufhin die Gruppe zu bedrängen. Die Männer bauten sich zusehends bedrohlich auf und schrien die beiden an sich zu „verpissen“. Eingeschüchtert durch die immer aggressiver werdende Situation haben sich die Jugendlichen entschieden in Richtung des Kulturzentrums Grend das Weite und Zuflucht vor der Horde zu suchen.

„Wir machen vor Frauen keinen Halt!“

Doch die „Steeler Jungs“ haben die beiden verfolgt und rannten auf die beiden zu. Die Jugendlichen ergriffen die Flucht. Sie wurden einige Meter weiter von drei Seiten durch die „Steeler Jungs“ umzingelt, wodurch sie faktisch festgesetzt wurden. Die „Steeler Jungs“ reagierten immer aggressiver, führten eine „Taschenkontrolle“ bei den Jugendlichen durch und drohten einer der Jugendlichen wörtlich „Mach deinen Rucksack auf, wir machen auch vor Frauen keinen Halt!“. Einer der „Steeler Jungs“ schlug einem der Jugendlichen ins Gesicht.

Zufällig fuhr in dieser Situation ein Streifenwagen der Polizei vorbei. Die Angreifer ließen von der Gruppe ab und liefen zurück zum „300“. Herbeigerufen von den Jugendlichen unternahm die Polizei jedoch keine Maßnahmen, um die drei Angreifer ausfindig zu machen, sondern nahm lediglich eine Anzeige gegen Unbekannt auf. Die Angreifer wären nur wenige Meter von der Szenerie entfernt im „300“ identifizierbar gewesen.

Gewaltätig und gefährlich

Die „Steeler Jungs“ behaupten als „Bürgerwehr“ die Sicherheit von Frauen garantieren zu wollen. Dass es ihnen nicht um Sicherheit und auch nicht um Frauen geht, belegt dieser Vorfall eindrucksvoll. Dass die „Steeler Jungs“ durch Gewalt in Erscheinung treten, ist indes nicht das erste Mal. Die Gruppe ist gewalttätig und gefährlich. Sie ist eine Gefahr für alle Menschen, die nicht ihrem Menschenbild entsprechen. Sie verfolgen und drangsalieren ihren politischen Gegner und schrecken selbst vor völlig unbeteiligten Jugendlichen nicht zurück. Sie haben nichts auf den Straßen in Steele verloren. Sie haben nichts auf den Straßen in Borbeck verloren. Sie haben nichts auf den Straßen in Huttrop verloren. Sie haben nicht auf den Straßen in Essen oder sonstwo verloren!

Am 14.09. soll daher nicht zuletzt aufgrund dieses aktuellen Vorfalls ein deutliches Zeichen gesetzt werden, dass eine rechte „Bürgerwehr“, die Menschen im Stadtteil drangsaliert, bedroht und angreift, keinen Platz in unserer Gesellschaft haben sollte!

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