Erneuter Angriff auf ESSQ

Erneuter Angriff auf ESSQ

Ausschnitt aus dem Video.

In der Nacht von Montag auf Dienstag ist Essen stellt sich quer erneut von Rechtsradikalen heimgesucht worden. Die Täterinnen und Täter beklebten die Eingangstür und die außen angebrachten Schilder des Antirassismus-Telefons und unseres Bündnisses mit rechtsradikalen Aufklebern. Der Staatsschutz ist bereits informiert.

Essen stellt sich quer wurde damit zum mutmaßlich zweiten Mal innerhalb von 6 Wochen zum Ziel von Rechtsradikalen. Im Dezember wurde der ehemalige Sprecher des Bündnisses an gleicher Stelle von einer bislang unbekannten Person hinterlistig attackiert und niedergeschlagen.

Inzwischen ist ein Video der Aktion aufgetaucht, in der klar zu erkennen ist, wie die Rechtsradikalen den Außenbereich bekleben. Auch einzelne Aktivistinnen und Aktivisten sind zu erkennen. Unterlegt wurde die Videosequenz mit einem Lied der Gruppe „Nordfront“, einer bis 2012 existierenden deutschen Rechtsrock-Band mit Verbindungen in das gewaltbereite Blood-and-Honour-Netzwerk.

Die nun in Erscheinung getretene Gruppe, die sich selber „Junge Patrioten Essen“ nennt, verwendete Aufkleber aus dem rechtsradikalen Online Shop „Patrioten Propaganda“. Dahinter verbirgt sich laut Impressum Michael Brück, Neonazi aus Dortmund und engagiert in der rechtsradikalen Partei „Die Rechte“. Verklebt wurden Sticker mit der Aufschrift „Junge Revolution – Jugend! Bildet euch!“, „Jugend voran!“, „Good night left side“ und „Antifa Gruppen zerschlagen!“, die allesamt der rechtsradikalen Szene zuzuordnen sind. In den einschlägigen Auftritten in sozialen Medien lässt sich die Verbindung zu „Die Rechte“ gut belegen, aber auch Anknüpfungspunkte zur „Identitären Bewegung“, der rechtsradikalen Gruppe „NRW stellt sich quer“ und sogar zu den „Steeler Jungs“.

Online lässt sich auch ein Foto eines rechtsradikalen Aktivisten finden, bei dem einige Bildbereiche bewusst unkenntlich gemacht wurden. In einigen klar zu erkennenden Bereichen wurde demnach bewusst auf ein Verfremden verzichtet. So ziert der Hoodie des Aktivisten der Schriftzug „Oldschool Criminal“, einer bei Nazis beliebten Kleidungsmarke.

Abermals versuchen somit Rechtsradikale uns in unserer Arbeit gegen Rassismus und Faschismus einzuschüchtern und davon abzubringen. Dieser Gefallen wird ihnen – wie auch schon zuvor im Dezember – verwehrt bleiben. Eine konstante, akribische Arbeit gegen Faschismus ist und bleibt für uns fester Bestandteil einer demokratischen Öffentlichkeit und gehört ohne Wenn und Aber zu unserer Räson. Wir vertreten unseren Einsatz gegen Rassismus und Faschismus auch weiterhin mit offenem Visier!

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